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Themen > Stammzellen > Adulte Stammzellen > Definition

Montag, 24. September 2018

 

Adulte Stammzellen

Während embryonale Stammzellen nur im frühen Embryo vorkommen, verfügt jeder Mensch sein Leben lang über ein Reservoir an adulten multipotenten Stammzellen. Adulte Stammzellen sind in jedem Organ des Menschen mehr oder weniger zahlreich zu finden. Als besonders ergiebige Quellen stehen derzeit vor allem das Knochenmark, peripheres Blut und Nabelschnurblut zu Verfügung. Diese Stammzellen können ebenfalls für therapeutische Zwecke genutzt werden.

Die Gewinnung von Knochenmarkstammzellen ist sogar bis ins hohe Alter möglich. Sie sind derzeit die am häufigsten für Therapien eingesetzten Stammzellen. Ihre verschiedenen Typen sind in großen internationalen Spenderdateien erfasst, so dass passende Spenderstammzellen – ähnlich wie bei Blutspenden – auch zwischen verschiedenen Menschen eingesetzt werden können (allogene Stammzelltransplantation). Ihre sichere Gewinnung und Aufreinigung erfolgt durch ein Ärzteteam in einer spezialisierten Klinik und erfordert eine aufwändige Laborausstattung und entsprechende technische Erfahrung.

Stammzellenspenden

Für Deutschland sind die Kliniken, an denen eine solche Stammzellspende möglich ist, in der Deutschen Knochenmarkspendedatei erfasst (www.dkms.de). Knochenmark-Stammzellen werden vor ihrer Verwendung sorgfältig geprüft, um eine Belastung mit Infektionen auszuschließen. Sie unterliegen allerdings altersbedingten Veränderungen, und ihre Vitalität und Potenz nimmt mit dem Alter ab.

Historie

Adulte Stammzellen werden seit den 1950er Jahren medizinisch eingesetzt – vor allem im Rahmen der Krebstherapie. Ihre Anwendung ist mittlerweile sehr sicher, und sie haben sich insbesondere bei der Behandlung von bestimmten Formen des Blutkrebs (Leukämie) zur medizinischen Standarttherapie entwickelt.

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