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Themen > Stammzellen > Adulte Stammzellen > Definition

Montag, 16. Juli 2018

 

Stammzellen aus dem Nabelschnurblut

Nach der Abnabelung des Kindes verbleibt ein Rest kindlichen Blutes in der Nabelschnur, das risikolos für Mutter und Kind gewonnen und eingelagert werden kann. Dieses Blut ist reich an jungen, pluripotenten Stammzellen und multipotenten Stammzellen, die sich in viele Zellarten entwickeln können. Zudem sind die im Nabelschnurblut enthaltenen Stammzellen in der Regel frei von Viren und Keimen. Der Nachteil von Nabelschnurblut liegt in der geringeren Menge an Stammzellen, die erhältlich ist sowie der Tatsache, dass es ausschließlich bei der Geburt eines Kindes verfügbar ist. Außerdem können Stammzellen aus dem Nabelschnurblut die Disposition zur Entwicklung einer Krankheit enthalten.

Nutzung

Seit den 1990er Jahren werden Nabelschnurblutstammzellen in gewissem Umfang therapeutisch eingesetzt – so zum Beispiel in der Krebstherapie, aber in ersten Ansätzen auch für regenerative Therapien zum Beispiel beim Diabetes Typ 1 oder infantiler Zerebralparese (kindlicher Hirnlähmung). 

Stammzellregister

Nabelschnurblut kann, auch wie Stammzellen, aus dem Knochenmark an ein Stammzellregister gespendet werden. Die in Deutschland ansässigen Stammzellregister arbeiten bei der Einlagerung von Nabelschnurblut mit ungefähr 75 Krankenhäusern in ihrem Einzugsbereich zusammen. Die Spende an ein Stammzellregister dient dazu, einen Pool an Stammzellpräparaten aufzustellen, auf den im Bedarfsfall zugegriffen werden kann. Zudem ist es möglich, Stammzellen für Patienten mit relativ selten vorkommender genetischer Ausstattung oder gemischter ethnischer Herkunft zu bevorraten und so die Spendersuche im Anwendungsfall zu verkürzen.  

 

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