28.07.2009 | Kategorie: Regenerative Medizin

Mäusejunge aus Hautzellen

Chinesischen Wissenschaftlern ist es zum ersten Mal gelungen, Hautzellen von erwachsenen Mäusen in induzierte pluripotente Stammzellen (iPS) zu umzuwandeln und damit lebende Mäusejunge zu gewinnen. Eines dieser Jungen mit dem Namen Tiny (Winzling) befruchtete ein Weibchen und produzierte eigene Nachkommen.

Wissenschaftler sehen als bedeutend an diesem international viel beachteten Erfolg an, dass aus Körperzellen hergestellte iPS-Zellen offenbar ebenso vielseitig sein können wie embryonale Stammzellen. Damit besteht die Hoffnung, diese Zellen zukünftig als Ersatz für geschädigte Organe heranzuzüchten. Auch wäre damit die ethische Debatte um den Einsatz von embryonalen Stammzellen unnötig. Forscher betonen allerdings, dass an vielen Stammzellarten weiter geforscht werden müsste, um in Zukunft best mögliche Therapieoptionen zu erhalten.